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LOST SHADE • english • deutsch

Gegründet wurde die Band Ende 1999. Mit der Absicht Black Metal der alten Schule zu huldigen, wurden über die Jahre mit verschiedenen Musikern einige Lieder gemacht. 2003 wurde aus einer Auswahl daraus eine CD geschaffen, welche in vollständiger Eigenregie aufgenommen, produziert, gebrannt und verkauft wurde. Nach einigen Jahren und mehrmaligen Lineup-Wechsel beschlossen Patrick, der für den Gesang zuständig ist und Holger, der Gitarrist aus der Schweiz, das Konzept Lost Shade neu zu definieren. Schnell war man sich einig, dass die Band sich weg von rauen Black Metal und hin zu einer eigenständigen Art von Viking Metal wenden soll. Als Inspiration kann man sicherlich Bathory, Einherjer sowie Thyrfing nennen. Die beiden konzentrierten sich auf eine anspruchsvollere Art von Songwriting, statt simpler Brutalität sollen sich von nun an Text und Musik ergänzen, eine Geschichte erzählen und Spannung aufbauen. Jedoch wollte man sich ebenso wenig in abgehobenen Kompositionen verlieren, denn auch das rohe und primitive soll seinen Platz einnehmen. Mit dieser Idee entstanden über drei Jahre mehrere Lieder und Eingebungen, aus welchen 10 ausgewählt wurden. Da sich Patrick und Holger nicht sofort zufrieden gaben, wurde viel Zeit für einzelne Songs investiert. Statt einfach nur Musik zu produzieren, wurde versucht, jedes einzelne Lied komplett auszuarbeiten, bis es für sich selber und in Harmonie mit den anderen Songs stand. Inhaltlich zielen die Musikstücke auf die alte (romantisierte) germanische Welt und ihre Mythologie ab, da die Band in diesen Geschichten und Legenden ihre Heimat und zugleich Ursprung gefunden hat. So werden die Götter angerufen, die Trinkfestigkeit der Vorfahren sowie alte Kriege und Schlachten besungen. Diese Absicht, von einem umfassenden Ganzen setzt sich auch im Artwork der CD fort. Es wurde Wert drauf gelegt, dass das Booklet nicht nur Lyrik und Infos enthält, es sollte auch ein Kunstwerk an sich sein, welches sich übergangslos der Atmosphäre unterwirft. Simon Bossert, der Grafiker, hat daraus ein Prachtstück von 16 seitigen Booklet entworfen. Kurz bevor die Horde ins Studio ging, wurde mit Nico am Bass eine weitere unersetzliche Kapazität an Bord geholt. Zu dritt wurde im Tonstudio, unter der Führung von Connie Andreszka, ein Album geschaffen, welches den Anforderung eines vollendeten Gesamtwerks zur vollsten Zufriedenheit der Band erfüllte. In einem neuen, hoffnungsvollen Versuch wurde 2010 eine vollständige Besetzung ernannt und bereitet sich darauf vor, auch auf der Bühne die Massen zu bewegen.

 

 

Rückkehr nach Asgard

Presse:
Pagan / Viking Metal mit Eisregen-Vocals !!!
Das Wikingerreich wäre dereinst nicht so sang- und klanglos von den christlichen Horden überrannt worden, hätten die Nordmänner allüberall derart treue Vasallen sitzen gehabt wie die trutzenden Recken von LOST SHADE.
Dem äußeren Anschein nach wäre also alles schon mal klar – Bandlogo mit Thorshammer, Coverartwork und die Songtexte sprechen eine überdeutliche Wikinger-Sprache – wäre da nicht die Musik des wackeren Trios.
Denn ganz so klischeehaft einordenbaren Pagan / Viking Metal spielen LOST SHADE nämlich gar nicht; vielmehr tun sich sehr melodisch und ein wenig nach Maiden klingende Leadgitarren keck hervor und der Gesang klingt in seinem morbiden hexenhaften Gekreische doch mehr als nur ein bißchen nach EISREGEN (welche auch ausdrücklich im Booklet gegrüßt werden).

Das aus den vorgenannten Ingredenzien entstehende musikalische Gebräu, welches summa summarum natürlich schon irgendwo beim Pagan und Viking Metal anzusiedeln wäre, ist, nachdem sich die erste Überraschung vor allem wegen der Vocals etwas gelegt hat, durchaus eingängig, kurzweilig und macht viel Freude.
Das Songwriting ist stimmig, die Songs allesamt höchst abwechslungsreich und spannend aufgebaut, der Sound paßt auch wie die Faust aufs Auge bzw. wie die Schwertklinge an die Christenkehle und das liebevoll gestaltete Booklet läßt ebenfalls keine Wünsche offen.
Hier einen Anspieltip zu nennen ist eigentlich nicht notwendig, denn die knapp einstündige Schlacht hört man sich am besten einfach in einem Stück an – diese Zeit sollte man sich einfach nehmen.
Das Titelstück sticht dann aber doch irgendwie hervor, denn der ohrwurmartige Refrain hat ganz klar das Zeug zur Hymne.
Erwähnenswert ist außerdem noch eine Coverversion der schottischen Glam-Rocker SLADE (!) aus den frühen 1970er Jahren, „Run Runaway“.
Über Vita und bisheriges Schaffen von LOST SHADE weiß ich nur sehr wenig, aber das schreit ja geradezu nach einem Interview … ;-)))
Fazit:
„Rückkehr nach Asgard“ ist ein durchaus empfehlenswertes Album geworden – zum Platinstatus fehlt freilich noch der eine oder andere Schwertstreich.
So lasset uns die mit Met gefüllten Humpen erheben und zusammen das erste Stück anstimmen: „Auf in die Schlacht“ !!Knappe 8 Punkte.
www.metalmasters.eu
Titel
1. Landung 1:27
2. Auf in die Schlacht 3:55
3. Feuersturm 4:28
4. Seit Jahren prophezeit 3:18
5. Lokis Racheschwur 7:12
6. Der Sonne entgegen 8:11
7. Rächer der Götter 5:59
8. Anbruch einer neuen Zeit 4:10
9. Nordkrieger 6:15
10. Die Höhle 4:08
11. Rückkehr nach Asgard 6:34
12. Run Runaway (Slade Cover) 4:08