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ATRITAS • english • deutsch

Die Basler Atritas präsentieren dieser Tage mit „Celestial Decay" ihr drittes volles Album, das zweifellos das bis dato stärkste, ausgereifteste und individuellste Opus des Fünfers ist. Die symphonischen Elemente sind subtiler denn je vorhanden, die Geschwindigkeit hat massiv angezogen, die Songs sind giftiger, direkter, zuweilen massiv und brutal, dann wieder hypnotisch und psychotisch, und die Gesundschrumpfung des Line-Ups - ein fester Keyboarder ist nicht mehr Bestandteil der Horde, zudem wurde der Posten des Schlagzeugers umbesetzt - hat der Musik hörbar Frische, Enthusiasmus und Vitalität verliehen. Die Steigerung zeigt sich nicht nur Anhand des besessenen Gesangs und der anspruchsvollen Gitarrenarbeit, sondern auch und vor allem in der Kompaktheit und kompositorischen Tiefe der Songs, die neben den bisher schnellsten Blastpassagen in der Geschichte von Atritas auch die erhabensten, mächtigsten und intensivsten Passagen enthalten, die je den Weg auf ein Album der Schweizer gefunden haben. Auch haben einige Songs eine ganz klare Thrash-Metal-Schlagseite, andere wiederum sind von heftiger Black Metal-Raserei dominiert. Atritas haben ihr musikalisches Gesicht gewandelt, und doch werden Kenner der Band den Kern nach wie vor deutlich erkennen.
1997 von Gier (Gesang) und Ork (Schlagzeug) gegründet, wandelt die Truppe seit über einer Dekade auf dem Pfad des extremen Metal. Während auf den ersten Demos noch melodisch-symphonisches Schwarzmetall in klassischer Form die Grundhaltung bestimmte und das Drittwerk „Dunkler Reigen" das chaotischste Werk im Schaffen der Schweizer darstellte, vollzog sich mit dem vierten Demo „In Regressu Diaboli" bereits ein leichter Stilwandel, der sich auf den Alben „Where Witches Burnt" und „Medium Antigod" zunehmend manifestierte. „Celestial Decay" nun, der himmlische Zerfall, das erste Album in der neuen und definitiven Atritas-Besetzung, das sich grob gesagt dem Zerfall der religiösen Abhängigkeit des menschlichen Wesens und der Hinwendung zu einer anderen, eigenen Göttlichkeit durch Erkenntnis widmet, ist der vorläufige Höhepunkt im kreativen Schaffen der Band.
Produziert wurde „Celestial Decay" einmal mehr in den Iguana Studios in Freiburg von Christoph Brandes (Unlight, Bitterness, Finsterforst, Necrophagist), das Mastering legte man diesmal in die Hände von Victor Bullok (Dark Fortress), welcher der Scheibe im Woodshed Studio Germany den letzten Schliff verpasste.

 

 

Medium Antigod

Seit 1997 steht der Name Atritas für eigenständigen symphonischen Black Metal in der Tradition der Neunziger, an die die Band anknüpfen und die sie weiterspinnen will. Gegründet wurde die Band von Gier (Gesang & Keyboard) sowie Schlagzeuger Ork. Komplettiert wurde die erste Besetzung durch Gitarrist Forcas, Bassist Erguz sowie Lamia. Im Dezember desselben Jahres wurden die ersten Songs aufgenommen und unter dem Banner „Pray Of Doom“ veröffentlicht. Die Band war noch hörbar auf der Suche nach ihrem Stil, und dazumal integrierte man auch noch Violinen im Sound, für die Lamia verantwortlich zeichnete. Zu Beginn des Jahres 1998 stiess Swart als zweiter Gitarrist zur Band, und die ersten Konzerte wurden absolviert. Die Violine wurde durch ein Keyboard ersetzt, und Erguz hatte die Band zu verlassen. Ohne festen Bassist wurde das zweite, eindeutig reifere Demo „Rising Of Eternal Dusk“ veröffentlicht (die Bassspuren wurden von Forcas eingespielt), produziert innerhalb von sieben Tagen von Stefan Reinhard. „Rising Of Eternal Dusk“ besticht durch eine mystische, düstere Atmosphäre, die mit vielen episch-majästischen Keyboards angereicherten Songs enthalten ausserdem erstmals die charakteristische Gitarrenarbeit, und der extreme, hohe Kreischgesang kommt viel besser zur Geltung als auf dem Erstling. Auch an der Live-Front war man vermehrt aktiv, unter anderem teilte man sich die Bühne mit Darkmoon, Morgart, Amon und Zarathustra, und erstmals trat man auch in Deutschland auf. Anfang 2000 fand man ihn Ketz endlich wieder einen festen Bassisten, trennte sich dann aber von Lamia, die durch Hysteria ersetzt wurde. Eine CD wurde im Proberaum aufgenommen, aber niemals veröffentlicht. Die Hauptarbeit in diesem Jahr galt dem Songwriting, so dass erst 2001 wieder eine neue Scheibe veröffentlicht wurde. Allerdings trennte man sich zuvor noch von Forcas, dem es an Motivation mangelte, und der durch Baal ersetzt wurde, der sich dann auch als Produzent für „Dunkler Reigen“ auszeichnete. Besagtes Werk ist zweifellos das roheste im Schaffen von Atritas, die Keyboards werden subtiler eingesetzt und es dominieren Blasts und die weiter verfeinerte Gitarrenarbeit, die mittlerweile einen Grossteil der Melodien übernimmt. Blasphemische Texte sowie der noch extremere Gesang sind weitere Markenzeichen von „Dunkler Reigen“. Schattenreich, Art Of Abyssus sowie Censored sind nur ein paar der Bands, mit denen man auf die Bretter stieg. Im Juli 2002 begab sich die Band erneut mit dem Produzenten Stephan Reinhard für fünf Tage ins Studio und spielte „In Regressu Diaboli“ ein, das eine konsequente Weiterentwicklung darstellt und das Verhältnis Gitarren-Keyboards erstmals perfekt im Gleichgewicht hält. Die druckvolle Produktion, die auch die feinen Spielereien gut zur Geltung kommen lässt, passt perfekt, und mit „Das Tier“ befindet sich sozusagen ein kleiner Klassiker auf der Scheibe. 2003 widmete man sich erneut dem Songwriting – eine im Januar aufgenommene CD mit sechs Songs erblickte nie das Licht der Welt – und entschloss sich dann, mehr Zeit und Mittel in das erste volle Album zu investieren und unter professionellen Bedingungen aufzunehmen. Zuvor absolvierte man noch Konzerte mit unter anderem Unlight, Aura Noir, Enigmatik, Perditor, Irmingot und Bloody Blasphemy. Im Oktober und November 2004 schlussendlich entstand dann innerhalb von drei Wochen in den Iguana Studios das Debüt „Where Witches Burnt“, welches den bis dahin grössten Sprung auf der Entwicklungsstufe darstellt. Die Produktion ist vom Allerfeinsten, mit der nötigen Rotzigkeit versehen, die Songs sind absolut ausgereift, das Keyboard viel variabler als zuvor, opulent und bisweilen dramatisch ergreifend, und das ganze Album strahlt eine sehr spezielle Aura aus. Die technischen Fortschritte an den Gitarren (die kalten, emotionalen Melodien sind absolut packend) sowie in der Schlagzeugarbeit sind unüberhörbar. Entsprechend positiv fielen die Kritiken aus, unter anderem im Legacy, Arising Realm, Schwermetall und Earshot. Im Herbst fand man mit P. Magick einen neuen festen Bassisten, der den nach den Aufnahmen ausgestiegenen Ketz ersetzte. Konzerte mit unter anderem Aeba, Sanguis und Punish wurden absolviert. Man entschied sich, „Where Witches Burnt“ wiederveröffentlichen zu lassen. Nach einer Reihe von erfolgreichen Konzerten, unter anderem mehrere Male im Z7 in Pratteln (Battle Of Metal, X-Mas-Festivals – mit Hypocrisy, Naglfar, Exodus und Wintersun -, Metal Dayz – u.a. mit Dark Funeral, God Dethroned und Nevermore) und einer langen Phase des Songschreibens begab man sich im Herbst 2006 erneut in die Iguana Studios, um den Nachfolger von "Where Witches Burnt" mit dem Titel "Medium Antigod" aufzunehmen. Im Anschluss an die Aufnahmen trennte man sich von Keyboarderin Hysteria und Schlagzeuger Ork, der durch Azrael (Totenwinter) ersetzt wurde. In CCP Records fand sich ein renommiertes Label, über das nun das Album, das erneut eine in jeder Hinsicht gereifte Band zeigt und neun symphonische Schwarzmetall-Hymnen enthält

 

 

Also available:

 

Celestial Decay

CCP 100284-2
Bestellnr: 5747

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